Prostatakrebs - Früherkennung rettet Leben!Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern. Allein in Deutschland gibt es jährlich 58 000 Neuerkrankungen. Jetzt gibt es gute Nachrichten aus der Wissenschaft: US-amerikanische Forscher haben ein neues Mittel gegen Prostatakrebs entwickelt, wie das Wissenschaftsjournal „Science“ in seiner neuesten Ausgabe schreibt.

Für Patienten, die unter einer besonders aggressiven Form von Prostatakrebs leiden, könnten momentan in der Erforschung befindlichen Medikamente erhöhte Heilungschancen bedeuten. Nach ersten Versuchen an Mäusen wurden das Mittel auch erfolgreich an 30 Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs getestet. Bei 13 Patienten sank der sogenannte PSA-Wert (prostataspezifischen Antigen – ein Protein, das das Krebsrisiko anzeigt; ein Wert über 4 gilt als kritisch) deutlich.


Ursachen
Die Ursachen für Prostatakrebs können vielfältig sein. Bis heute sind sie nicht vollständig geklärt. Es gibt aber mehrere Risikofaktoren: Durch erbliche Vorbelastung, wenn etwa Vater oder Bruder betroffen sind, steigt das Risiko um ein Vielfaches. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle. Ab dem 50. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken steil an. Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangeln fördern zudem die Erkrankung.


Symptome
Typische Symptome fehlen fast vollständig. Nur bei weit fortgeschrittener Erkrankung kann die vergrößerte Prostata (Vorsteherdrüse) auf die Blase drücken. Doch dann kann es bereits zu spät sein: Der Krebs hat oft schon gestreut. Möglich sind aber folgende Symptome: Blasenentleerungsstörungen, Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Gewichtsverlust und Blutarmut; auch Spuren von Blut in Urin oder Ejakulat (Sperma) können Warnzeichen sein.


Diagnose
Zwei typische Untersuchungstechniken helfen bei der Erkennung: Die Tastuntersuchung mit dem Finger (digital rektale Untersuchung) und die Bestimmung der Konzentration des PSA im Blut.


Behandlung
Die Therapieformen sind sehr vielseitig. Sie sind ein Sonderfall in der Medizin und richten sich nach der Art und Ausbreitung des Tumors, aber auch nach dem Alter des Patienten und seinen individuellen Vorstellungen.


Heilungschancen
Bei frühzeitiger Erkennung sind die Heilungschancen für Prostatakrebs hoch. Die Prognose hängt vom feingeweblichen Aufbau (Tumortyp) und dem Umfang der Tumorausbreitung (Befall anderer Organe, Tumorgröße) ab. Wenn der Tumor auf die Prostata begrenzt ist, leben 70 bis 85 Prozent der erkrankten Männer fünf Jahre nach der Diagnosestellung noch. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor lebensbedrohlich wird, sinkt danach immer weiter. In fortgeschritteneren Stadien, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat, liegt die Überlebensrate immerhin noch bei rund 40 Prozent.


Vorsorge
Wichtig ist es, die Früherkennungs-Untersuchungen wahrzunehmen. Auch wenn es für einige Männer unangenehm oder peinlich ist, kann das regelmäßige Checken der Prostata Leben retten. Ab 45 Jahren gehört die Untersuchung zur gesetzlichen Früherkennung für Männer.
 

Quelle: Bild.de